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Die Assistenzhund Studie 2025 (BMAS): Bedeutungen & Tipps für dich

Thinking Dog

Die Assistenzhund Studie 2025 (BMAS): Bedeutungen & Tipps für dich

Erst der Kurs, dann der Hund

Die neue Assistenzhund Studie 2025 ist wertvoll: Sie fasst zusammen, wie die gesetzlichen Regelungen rund um Assistenzhunde (BGG und Assistenzhundeverordnung) in der Praxis wirken – und wo es noch hakt. (Evaluation nach § 12k BGG, Abschlussbericht 2025).

Ein Assistenzhund kann Teilhabe ermöglichen – ganz konkret: sicherer unterwegs sein, im Alltag weniger Angst haben, Aufgaben bewältigen, die ohne Unterstützung kaum möglich sind.

Und gleichzeitig ist der Weg dorthin oft… schwer.
Nicht, weil Menschen „nicht genug wollen“. Sondern weil es viele Unsicherheiten gibt: Rechte, Kosten, Anträge, Hundesuche, Training – und dieses ständige Gefühl, alles allein tragen zu müssen.

In diesem Artikel bekommst du:

  • die wichtigsten Erkenntnisse aus der Studie verständlich erklärt

  • konkrete Tipps, die dir im Alltag wirklich helfen

  • und meinen klaren Praxisansatz: Erst der Kurs. Dann der Hund.


Warum die Assistenzhund Studie 2025 für Assistenzhund-Kund:innen so wertvoll ist

Der Forschungsbericht wurde im Auftrag des BMAS erstellt und untersucht unter anderem:

  • Zutrittsrechte: Wo darf dein Assistenzhund mit hin?

  • Ausbildung & Anerkennung: Wie wird Qualität gesichert?

  • Kosten & Kostenübernahme: Wo liegen Hürden – und welche Wege gibt es?

  • Auswirkungen im Alltag: Was verändert ein Assistenzhund wirklich?

Die Studie bestätigt: Die gesetzlichen Regelungen sind ein wichtiger Schritt – weil der Bereich davor teilweise unübersichtlich war. Aber: Im Alltag kommt noch nicht alles so an, wie es müsste.

Und das ist wichtig zu sagen:
Wenn du dich manchmal erschöpft fühlst oder unsicher – das liegt nicht an dir.
Viele strukturelle Dinge sind noch nicht „kundenfreundlich“ – und genau das benennt die Studie.


1) Zutrittsrechte: Das Problem ist nicht nur das Gesetz – sondern fehlendes Wissen im Alltag

Die Studie macht deutlich: Die Informationen zu den Regelungen sind noch nicht ausreichend bekannt oder verständlich – besonders bei den Zutrittsrechten.

Das heißt:
Du kannst im Recht sein – und trotzdem geraten Situationen in Diskussionen, weil andere Menschen es nicht wissen oder unsicher sind.

Und nein: Du musst nicht „tougher“ werden. Du brauchst Werkzeuge, die dir Sicherheit geben.

Ein kleines „Zutrittsrechte-Set“ (damit du nicht jedes Mal neu kämpfen musst)

Nachweis/Ausweis (so wie vorgesehen)
ein Satz, den du übst (freundlich, klar):
„Das ist ein Assistenzhund nach BGG. Wir haben Zutrittsrechte. Ich kann Ihnen gerne kurz die Information zeigen.“
✅ optional: ein QR-Code zu einer offiziellen Info-Seite

Auch die Studie empfiehlt, Informationen zentral und verlässlich bereitzustellen – und nennt z. B. die BMAS-Website als geeignete Quelle.


2) Die Assistenzhund Studie 2025 zeigt: Die Zeit VOR dem Assistenzhund wird unterschätzt

Einer der stärksten Sätze der Studie lautet sinngemäß:

👉 Es braucht mehr Fokus auf die Phase vor der Anschaffung eines Assistenzhundes.

Das ist genau der Punkt, an dem viele Menschen im Alltag später „bezahlen“ – mit Stress, Enttäuschung, Überforderung oder sogar Abbruch.

Denn:
Ein Assistenzhund ist kein Produkt.
Er ist ein Teamprojekt. Ein Lebensprojekt.

Und hier kommt ein Satz, der unfassbar viel Druck rausnimmt – und Vertrauen schafft:

Nicht jede Situation ist gerade reif für einen Assistenzhund. Nicht jeder Hund passt. Und manchmal ist es ein Zeichen von Stärke, erst einmal anders Unterstützung zu organisieren.
Das ist kein Scheitern. Das ist Verantwortung.

Die Studie zeigt außerdem: Wenn Menschen früh besser informiert sind, werden eher geeignete Hunde unter fachkundiger Begleitung ausgewählt – und das kann „Reibungsverluste“ reduzieren (z. B. Ausbildungsstättenwechsel oder erneute Hundesuche) und Kosten sparen.


3) Warum ich als Ausbildungsstätte sage: Erst der Kurs. Dann der Hund.

Viele angehende Assistenzhundkund:innen denken:
„Ich brauche erst den Hund – dann lerne ich alles.“

Und ich verstehe das. Wirklich.
Wenn du dringend Unterstützung brauchst, ist der Wunsch nach „endlich losgehen“ total nachvollziehbar.

Aber aus Erfahrung – und mit Blick auf die Studie – ist es oft der sicherere Weg:

Erst der Kurs. Dann der Hund.

Denn: Gute Assistenzhund-Arbeit beginnt nicht beim ersten Training. Sie beginnt bei guter Vorbereitung. Die Studie betont, wie wichtig Sondierung, Beratung und Abklärung vor der Anschaffung sind.

Was dir diese Reihenfolge schenkt:

✅ Du klärst, ob ein Assistenzhund wirklich die passende Hilfe ist – und welche Assistenzleistungen sinnvoll sind.
✅ Du verstehst Grundlagen von Lerntheorie, Stresssignalen, Training und Alltag.
✅ Du entwickelst realistische Erwartungen – und schützt dich vor Überforderung.
✅ Du kannst besser einschätzen, welcher Hund wirklich geeignet ist.
✅ Du baust eine stabile Basis: Management, Kommunikation, Struktur.

Das ist kein „Umweg“.
Das ist der Weg, der dich langfristig trägt.


4) Nach der Prüfung ist nicht „fertig“: Nachbegleitung ist Teil von Qualität

Auch hier ist die Studie sehr klar:

👉 Es braucht mehr Augenmerk auf Nachbegleitung nach der Prüfung.

Das ist aus Trainingssicht völlig logisch. Alltag ist Veränderung: neue Lebenssituationen, Krankheit, Stressphasen, neue Umgebungen.

Die Assistenzhund Studie 2025 spricht außerdem davon, dass Qualitätssicherung über Prüfungen hinausgehen kann (z. B. durch Nachüberprüfungen) – was natürlich auch Kosten verursacht.

Was du daraus mitnehmen kannst:

Plane Nachschulung nicht als Ausnahme, sondern als Standard.
Wie Wartung bei einem Hilfsmittel: normal, sinnvoll, professionell.


5) Kosten & Kostenübernahme: Komplex – aber du musst nicht planlos sein

Die Studie beleuchtet verschiedene Wege, z. B. Assistenzhund als medizinisches Hilfsmittel oder als Teilhabeleistung.

Sie sagt: Eine ausdrückliche Aufnahme ins Gesetz ist nicht zwingend – aber es braucht bessere Entscheidungsgrundlagen und ggf. die Prüfung einer Aufnahme bestimmter Assistenzhundarten ins Hilfsmittelverzeichnis.

Mein wichtigster Tipp für dich:

Wenn du Kostenübernahme anstrebst, geh nicht „irgendwie“ los – geh strukturiert:

  • Was ist dein konkretes Teilhabe-Ziel?

  • Welche Assistenzleistungen brauchst du wirklich?

  • Welche Nachweise sind sinnvoll (und welche nicht)?

  • Was muss dokumentiert werden?

Und genau hier hilft dir Vorbereitung – weil du dann mit Klarheit in Gespräche, Anträge und Entscheidungen gehst.


Aufklärung, die stärkt: Die erste Staffel des Assistenzhunde-Podcasts

Du musst nicht allein herausfinden, wie dieses System funktioniert.
Und du musst nicht mühsam Gesetze „übersetzen“, um dich sicher zu fühlen.

Dafür gibt es den Assistenzhunde-Podcast von Isabel Lauenstein (Fellhelden) und mir, Anita Vorderwülbecke von Thinking Dog.
Die erste Staffel dient ganz bewusst der Aufklärung – rund um Rechte, Training, typische Missverständnisse und die Realität hinter dem Assistenzhund-Begriff.

Wenn du manchmal denkst:
„Ich kann das alles nicht überblicken.“
Dann ist das ein guter Startpunkt. Weil Wissen beruhigt – und weil Sprache schützt.


Onlinekurs: „Erst der Kurs, dann der Hund“ (Ankündigung)

Ich entwickle gerade einen Onlinekurs, der dich in genau dieser wichtigen Phase begleitet:
bevor du dich für einen Hund entscheidest.

Nicht, weil ich dich bremsen will.
Sondern weil ich möchte, dass du dich sicher fühlst – und dass dein zukünftiger Hund fair starten kann.

✅ verständlich
✅ alltagstauglich
✅ wissenschaftsbasiert
✅ in deinem Tempo
✅ mit klarer Struktur

Der Kurs ist für dich, wenn du …

  • über einen Assistenzhund nachdenkst, aber noch unsicher bist

  • eine klare Vorbereitung willst, bevor du dich bindest

  • Training & Lerntheorie verstehen möchtest

  • und typische Fehlentscheidungen vermeiden willst

Kurz: Erst der Kurs. Dann der Hund.


Newsletter: Wenn du beim Kursstart als Erste:r Bescheid wissen möchtest

Der Kurs wird zuerst im Newsletter angekündigt – inklusive:

  • Startdatum & Kursstruktur

  • Early-Bird (wenn du schnell bist)

  • Bonusmaterialien (z. B. Podcast- und Trainings-Extras)

👉 Trag dich jetzt in den Newsletter ein, wenn du die Veröffentlichung nicht verpassen willst.


Fazit: Die Studie bestätigt, was viele im Alltag erleben – und zeigt, was jetzt hilft

Die Assistenzhundestudie zeigt:
Es bewegt sich etwas – aber Assistenznehmer:innen müssen im Alltag noch zu viel selbst tragen.

Genau deshalb ist Vorbereitung so entscheidend.

Und genau deshalb ist mein Ansatz klar:

Erst der Kurs. Dann der Hund.
Damit du sicherer entscheidest.
Damit dein Hund fair starten kann.
Damit ihr als Team stabil wachsen könnt.